Wanderung und Mühlenmuseum Thierhaupten
Augsburg – 20.5.2026
Die Teilnehmer reisten sehr unterschiedlich an: vom italienischen 3-Rad-Piaggio-Lieferwagen bis zum nagelneuen, kostenlosen Toyota-Leih-Hybridauto.
Nach einer herzlichen Empfangsrunde mit Austausch der dringendsten, gegenseitigen Informationen starteten wir.
Ulrike führte die große Gruppe am Kloster vorbei zur Friedberger Ach. Nach kurzem Halt an einer alten Grabstätte erreichten wir einen Aussichtspunkt über das blühende naturnahe Schmuttertal.
Weiter gings dann am Fischweiher des Fischereivereins und an der Auerochsenweide vorbei zum Gelände des Obst-und Gartenbauvereins.
Hier bewunderten wir die schön angelegten Beete mit vielen Blumen, Stauden und herrlichen Rosen. Der Obstgarten mit gesunden und stark mit Obst angesetzten Bäumen lässt auf eine reiche Ernte hoffen.
An einem Garten mit Hühnerclans vorbei erreichten wir unser Ziel die Mühle von der Wasserseite. Anhand der Schautafeln und des mächtigen Schaufelrades konnte die Mühle als „mittelschlächtig“ eingestuft werden.
Nach Überquerung des Wasserzulaufs (Friedberger Ach) erwartete uns schon der Führer der Mühle am Eingang.
Nach kurzer Bekanntmachung und Fototermin wurden wir über die interessante Geschichte der historischen Mühle eingewiesen.
Es erwartete uns eine Getreide-, Öl- und Papiermühle.
Auch schon sehr früh wurde die Qualität des Getreides der Bauern nach Reinheit, Geruch, Geschmack, Wassergehalt und Gewicht beurteilt und bezahlt. Gemahlt wird das Getreide in mehreren Durchgängen je nach Feinheit und Bedarf.
Der Antrieb der Mühle mittels Transmissionen und Riementriebe ist recht anschaulich.Das Mühlrad treibt heute einen Generator mit 5 kW an ( reicht für ca. 30 km fürs E-Auto).
Beeindruckend sind die riesigen, schweren Mahlsteine aus fernen Ländern.
Die Mahlwerke mit vertikaler Achse wurde dann durch modernere effizientere Walzenmahlwerke ersetzt.Im obersten Stockwerk mit herrlichem Dachstuhl wurde das Mehl gesiebt und je nach Feinheit in teure feinstmaschige Leinensäcke abgefüllt.
Überschaubarer und trotzdem sehr beeindruckend war die Ölmühle mit dem hölzernem Stampfwerk und der Keil- und Schlegelpresse. Als Rohstoff wurden Lein- und Mohnsamen verwendet.
Das Stampfwerk der Papiermühle mit je 8 einzeln mechanisch zuschaltbaren Stampfern erzeugt einen Höllenlärm. Verarbeitet wurden hier Textilreste zu Fasern. Aus der wässrigen Lösung wird dann Papier geschöpft mit Wasserzeichen.
Um es beschreibbar zu machen sind Glättungsprozesse erforderlich.
Nach kleinen Einkäufen im Museumsshop gings jetzt vorbei am alten Sägewerk zum Kloster.
Die Wirtschaft befindet sich in alten historischen Räumlichkeiten mit Säulen und Tonnengewölbe. Mit guten Getränken und Essen (häufig mit Tagesgericht „Haxn Gröstl“) stärkten wir uns bei interessanten Gesprächen wie z.B. Ballonfahrten in verschiedenen Kontinenten oder Archivierung der alten Osramexponate im TIM und Dokumente im Augsburger Stadtarchiv.





































